{"id":295,"date":"2026-11-02T11:33:00","date_gmt":"2026-11-02T11:33:00","guid":{"rendered":"https:\/\/role.de\/?p=295"},"modified":"2026-10-09T16:15:06","modified_gmt":"2026-10-09T16:15:06","slug":"warum-sport-und-gesundheit-zusammengehoeren-was-regelmaessige-bewegung-wirklich-bewirkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/role.de\/?p=295","title":{"rendered":"Warum Sport und Gesundheit zusammengeh\u00f6ren: Was regelm\u00e4\u00dfige Bewegung wirklich bewirkt"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"http:\/\/role.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sport_fitness_weiteres_bild_unter_1mb-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-310\" srcset=\"https:\/\/role.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sport_fitness_weiteres_bild_unter_1mb-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/role.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sport_fitness_weiteres_bild_unter_1mb-300x200.jpg 300w, https:\/\/role.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sport_fitness_weiteres_bild_unter_1mb-768x512.jpg 768w, https:\/\/role.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sport_fitness_weiteres_bild_unter_1mb.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt f\u00fcr Erwachsene etwa 2,5 Stunden Bewegung pro Woche. Doch nur 21% der Frauen und 25% der M\u00e4nner erreichen diese Vorgabe. Der Zusammenhang zwischen Sport und Gesundheit wird dabei h\u00e4ufig untersch\u00e4tzt, obwohl er wissenschaftlich gut belegt ist. Die meisten Menschen f\u00fchren heute einen sitzenden Lebensstil und verbringen zwischen 4,5 und 8,5 Stunden t\u00e4glich im Sitzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In diesem Artikel zeigen wir, wie Bewegung den K\u00f6rper direkt beeinflusst, welche Bedeutung Sport und mentale Gesundheit haben, was bei Bewegungsmangel passiert und wie sich mehr Aktivit\u00e4t realistisch in den Alltag integrieren l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie Bewegung den K\u00f6rper direkt beeinflusst<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">St\u00e4rkung des Herz-Kreislauf-Systems<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Regelm\u00e4\u00dfige Bewegung ver\u00e4ndert das Herz auf bemerkenswerte Weise. Das Organ passt sich an die Belastung an und wird leistungsf\u00e4higer. Bei trainierten Menschen pumpt das Herz pro Schlag deutlich mehr Blut durch den K\u00f6rper. W\u00e4hrend Untrainierte bei maximaler Belastung etwa 20 Liter pro Minute erreichen, schaffen Ausdauersportler <a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.internisten-im-netz.de\/fachgebiete\/herz-kreislauf\/herzkreislauf-sport.html\">bis zu 35 Liter<\/a>. Die Sauerstoffaufnahme steigt von 2,8 Litern auf bis zu 5,2 Liter pro Minute.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dar\u00fcber hinaus schl\u00e4gt ein trainiertes Herz in Ruhe langsamer. Die Ruheherzfrequenz sinkt von durchschnittlich 60 bis 90 Schl\u00e4gen pro Minute auf etwa 40 bis 50 Schl\u00e4ge. Diese \u00d6konomisierung bedeutet weniger Verschlei\u00df f\u00fcr das Herz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sport verlangsamt zudem das Fortschreiten von Fett- und Kalkablagerungen in den Gef\u00e4\u00dfen. Die Stammzellen aus dem Knochenmark werden mobilisiert und schlie\u00dfen L\u00fccken an den Gef\u00e4\u00dfw\u00e4nden, die durch abgestorbene Zellen entstanden sind. Gleichzeitig senkt sich der Blutdruck, der Cholesterinspiegel verbessert sich und das Diabetes-Risiko sinkt. Ein t\u00e4glicher z\u00fcgiger Spaziergang von zehn Minuten senkt das Risiko f\u00fcr Herz-Kreislauf-Erkrankungen bereits um 20 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Aufbau von Muskeln und Knochen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Knochen sind lebendig und passen sich mechanischer Belastung an. Gezieltes Training regt den Knochenstoffwechsel an und f\u00f6rdert den Aufbau neuer Knochensubstanz. Etwa 15 bis 20 Prozent der Knochengesundheit werden direkt durch den Lebensstil beeinflusst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Langzeitstudie \u00fcber 16 Jahre zeigt die Wirkung deutlich: Sportlich inaktive Frauen verloren durchschnittlich zehn Prozent ihrer Knochenmasse. Bei Frauen, die regelm\u00e4\u00dfig Krafttraining absolvierten, waren es weniger als zwei Prozent. Bereits 30 Minuten Bewegung an mindestens drei Tagen pro Woche reichen aus, um positive Effekte auf Knochen, Muskeln und Gelenke zu erzielen. Allerdings zeigen sich kaum Vorteile bei weniger als zwei Trainingseinheiten pro Woche.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Verbesserung des Stoffwechsels<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei k\u00f6rperlicher Aktivit\u00e4t steigt der Energiebedarf des K\u00f6rpers an. Ausdauersportarten beanspruchen viele gro\u00dfe Muskelgruppen und erh\u00f6hen den Kalorienverbrauch effektiv. Ein Kilogramm zus\u00e4tzliche Muskelmasse steigert den Grundumsatz um bis zu 100 Kalorien pro Tag. Nach intensivem Krafttraining bleibt der Grundumsatz f\u00fcr bis zu vier Tage erh\u00f6ht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Positive Effekte auf das Immunsystem<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sport versetzt den K\u00f6rper in eine kontrollierte Stresssituation, die das Immunsystem trainiert. Unmittelbar nach Trainingsbeginn vermehren sich die nat\u00fcrlichen Killerzellen, die virusinf izierte und entartete Zellen bek\u00e4mpfen. Regelm\u00e4\u00dfige moderate bis intensive Aktivit\u00e4t \u00fcber mehrere Wochen f\u00fchrt zu einer langfristigen Verbesserung der Aktivit\u00e4t und Funktionalit\u00e4t der Immunzellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">K\u00f6rperliche Inaktivit\u00e4t erh\u00f6ht das Risiko, bei einer COVID-Infektion hospitalisiert werden zu m\u00fcssen, <a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.bag.admin.ch\/dam\/de\/sd-web\/Q-Te8pdqXblh\/bewegung_als_schutzfaktor_immunsystem.pdf\">um das 2,26-fache<\/a>. Regelm\u00e4\u00dfige Bewegung senkt hingegen das Sterblichkeitsrisiko um das 2,49-fache.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Sport und mentale Gesundheit: Die Wirkung auf Psyche und Gehirn<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Abbau von Stress und Anspannung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Stresshormone wie Adrenalin und Noradrenalin haben Menschen jahrtausendelang das \u00dcberleben gesichert. Diese Reaktion hat sich erhalten, doch die mangelnde Kompensation durch Bewegung ist das eigentliche Problem unserer Zeit. Sport bietet eine passende M\u00f6glichkeit, den angestauten Stress wieder abzubauen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sobald wir uns intensiv bewegen, werden neuronale Ressourcen in Bereichen der Bewegungsplanung ben\u00f6tigt. Die Aktivit\u00e4t in den kognitiv-emotionalen Arealen nimmt ab. Der pr\u00e4frontale Kortex, der f\u00fcrs Nachdenken und Gr\u00fcbeln verantwortlich ist, wird heruntergefahren. Das Ergebnis: Nach dem Sport k\u00f6nnen wir uns wieder besser konzentrieren. Entsprechend zeigen Menschen, die regelm\u00e4\u00dfig Sport treiben, innerhalb eines Monats <a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.swr.de\/leben\/gesundheit\/sport-wirkt-aufs-gehirn-100.html\">43 Prozent weniger Tage<\/a> in einem schlechten mentalen Zustand.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">F\u00f6rderung der Gehirnfunktion und Denkf\u00e4higkeit<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sportliche Aktivit\u00e4t verbessert die kognitive Leistung \u00fcber alle Altersklassen hinweg. Die kognitive Leistungsf\u00e4higkeit steigt bei regelm\u00e4\u00dfigem Sport um 15 Prozent an. Koordinativ anspruchsvolle Sportarten zeigen dabei deutlich gr\u00f6\u00dfere Wirksamkeit als einfaches Ausdauertraining.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die positiven Auswirkungen stellen sich schnell ein. Bereits nach ein bis drei Monaten zeigen sich klare kognitive Verbesserungen. Bewegung erh\u00f6ht die Durchblutung des Gehirns und regt die Bildung neuer neuronaler Verbindungen an. Intensive k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t f\u00fchrt zur Freisetzung von Hormonen, die auch zur Neubildung von Zellverbindungen in anderen Bereichen f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Vorbeugung von Depressionen und Angstst\u00f6rungen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Regelm\u00e4\u00dfige k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t kann das <a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.clienia.ch\/de\/news\/sport-psychische-gesundheit-erwachsene\/\">Risiko, an einer Depression zu erkranken, um bis zu 20 Prozent senken<\/a>. Bei leichter bis mittelgradiger depressiver St\u00f6rung kann Ausdauertraining \u00fcber drei Tage die Woche \u00e4hnlich wirksam wie eine Pharmako- oder Psychotherapie wirken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einer randomisierten Studie mit 223 Patienten verminderte ein 12-w\u00f6chiges Sportprogramm \u00c4ngste und Depressionen deutlich. Die Teilnehmer, von denen die meisten unsportlich und \u00fcbergewichtig waren, nahmen im Durchschnitt an 25 der 36 \u00dcbungsstunden teil.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was passiert bei Bewegungsmangel<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr chronische Erkrankungen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bewegungsmangel geh\u00f6rt zu den am st\u00e4rksten untersch\u00e4tzten Risikofaktoren f\u00fcr die Gesundheit. Weltweit tr\u00e4gt k\u00f6rperliche Inaktivit\u00e4t zu etwa 5,3 Millionen vorzeitigen Todesf\u00e4llen pro Jahr bei. In Deutschland lassen sich rund <a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.aok.de\/pk\/magazin\/sport\/fitness\/bewegungsmangel-und-seine-gesundheitlichen-folgen\/\">7 Prozent aller Todesf\u00e4lle<\/a> auf mangelnde k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t zur\u00fcckf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Herz-Kreislauf-Erkrankungen stehen dabei an erster Stelle. Bei 37 Prozent der durch Bewegungsmangel verursachten Todesf\u00e4lle waren Herzkrankheiten die zugrunde liegende Ursache, bei weiteren 10 Prozent Hirnschlag. Menschen, die am Arbeitsplatz \u00fcberwiegend sitzen, haben ein um 34 Prozent h\u00f6heres Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Diabetes-Risiko steigt ebenfalls deutlich an. Nach Prognosen des Robert-Koch-Instituts werden im Jahr 2040 mehr als 10 Millionen Menschen in Deutschland an Typ-2-Diabetes erkrankt sein. Dar\u00fcber hinaus erh\u00f6ht sich durch zu wenig Bewegung das pers\u00f6nliche Risiko f\u00fcr verschiedene Krebsarten, darunter Blasen-, Brust-, Darm- und Lungenkrebs.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die Psyche leidet unter Bewegungsmangel. Psychische Erkrankungen wie Angstst\u00f6rungen, Depressionen und Demenz werden beg\u00fcnstigt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Folgen f\u00fcr den Bewegungsapparat<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Bewegungsapparat leidet besonders unter zu geringer Nutzung. Arthrose kann eine direkte Folge mangelnder Bewegung sein, da der Knorpel im Gelenk nur w\u00e4hrend der Bewegung mit Synovialfl\u00fcssigkeit versorgt wird. Ohne diese Ern\u00e4hrung wird der Knorpel por\u00f6s und rau.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Knochenschwund entsteht, wenn Knochen nicht beansprucht werden. Sie verlieren an Dichte und werden anf\u00e4lliger f\u00fcr Sch\u00e4den. Zudem f\u00fchren geschw\u00e4chte Muskeln h\u00e4ufig zu R\u00fcckenschmerzen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Auswirkungen auf die Lebenserwartung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bewegungsmangel verk\u00fcrzt die Lebenserwartung messbar. F\u00fcr wenig aktive M\u00e4nner ist die Lebenszeit um ein halbes Jahr k\u00fcrzer, f\u00fcr Frauen sogar um eineinhalb Jahre.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"http:\/\/role.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sport_fitness_unter_500kb-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-311\" srcset=\"https:\/\/role.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sport_fitness_unter_500kb-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/role.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sport_fitness_unter_500kb-300x200.jpg 300w, https:\/\/role.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sport_fitness_unter_500kb-768x512.jpg 768w, https:\/\/role.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sport_fitness_unter_500kb.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie viel Bewegung ist n\u00f6tig und wie integriert man sie im Alltag<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bewegungsempfehlungen f\u00fcr verschiedene Altersgruppen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erwachsene zwischen 18 und 64 Jahren sollten sich w\u00f6chentlich mindestens 150 bis 300 Minuten bei mittlerer Intensit\u00e4t bewegen. Alternativ reichen 75 bis 150 Minuten bei hoher Intensit\u00e4t. Zus\u00e4tzlich empfiehlt sich muskelkr\u00e4ftigendes Training an mindestens zwei Tagen pro Woche.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr \u00e4ltere Erwachsene ab 65 Jahren gelten dieselben Empfehlungen, erg\u00e4nzt durch Gleichgewichts\u00fcbungen an mindestens drei Tagen zur Sturzpr\u00e4vention. Kinder und Jugendliche brauchen durchschnittlich 60 Minuten Bewegung t\u00e4glich. Grunds\u00e4tzlich gilt: Jede Bewegung z\u00e4hlt, auch wenn die Empfehlungen nicht vollst\u00e4ndig erreicht werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Aktivit\u00e4t ohne Sport: Einfache Alltagsbewegungen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alltagsbewegung macht einen gro\u00dfen Teil der t\u00e4glichen Aktivit\u00e4t aus. Die oft genannten 10.000 Schritte stammen aus dem Marketing einer japanischen Firma von 1964, nicht aus der Wissenschaft. Bereits 7.000 Schritte bringen einen Gro\u00dfteil des gesundheitlichen Nutzens.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer von Montag bis Freitag etwa 20 Minuten mit dem Fahrrad zur Arbeit f\u00e4hrt, erreicht bereits zwei Drittel der empfohlenen Bewegung. Treppensteigen, zu Fu\u00df einkaufen oder Hausarbeit summieren sich \u00fcber den Tag.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bewegung im Berufsleben einbauen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">B\u00fcroangestellte sitzen bis zu 82 Prozent ihrer Arbeitszeit. Alle 30 bis 60 Minuten sollte eine kurze Bewegungspause folgen. Bereits f\u00fcnf Minuten Gehen senken Blutzucker und Blutdruck sp\u00fcrbar. Telefonate im Gehen, Treppen statt Aufzug oder Stretching am Schreibtisch lassen sich einfach integrieren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Realistische Ziele setzen und motiviert bleiben<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die SMART-Methode hilft bei der Zielsetzung: Ziele sollten spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch und terminiert sein. Wer sich regelm\u00e4\u00dfig an die Gr\u00fcnde f\u00fcr Bewegung erinnert und Fortschritte mit anderen teilt, bleibt motivierter. Kleine Belohnungen f\u00fcr erreichte Teilziele unterst\u00fctzen die Kontinuit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Schlussfolgerung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Zusammenhang zwischen Sport und Gesundheit ist wissenschaftlich eindeutig belegt. Regelm\u00e4\u00dfige Bewegung st\u00e4rkt nicht nur Herz, Muskeln und Knochen, sondern verbessert auch die mentale Gesundheit erheblich. Bewegungsmangel hingegen erh\u00f6ht das Risiko f\u00fcr chronische Erkrankungen drastisch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die gute Nachricht: Wir m\u00fcssen nicht zum Hochleistungssportler werden. Bereits 150 Minuten moderate Aktivit\u00e4t pro Woche zeigen messbare Effekte. Allt\u00e4gliche Bewegungen wie Treppensteigen, Radfahren zur Arbeit oder kurze Spazierg\u00e4nge summieren sich. Jeder Schritt z\u00e4hlt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">FAQs<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Q1. Wie viel Bewegung pro Woche ist f\u00fcr Erwachsene empfehlenswert?<\/strong> Erwachsene sollten sich w\u00f6chentlich mindestens 150 bis 300 Minuten bei mittlerer Intensit\u00e4t bewegen oder alternativ 75 bis 150 Minuten bei hoher Intensit\u00e4t. Zus\u00e4tzlich wird muskelkr\u00e4ftigendes Training an mindestens zwei Tagen pro Woche empfohlen. Wichtig ist: Jede Bewegung z\u00e4hlt, auch wenn diese Empfehlungen nicht vollst\u00e4ndig erreicht werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Q2. Welche Auswirkungen hat regelm\u00e4\u00dfiger Sport auf das Herz-Kreislauf-System?<\/strong> Regelm\u00e4\u00dfige Bewegung macht das Herz leistungsf\u00e4higer und \u00f6konomischer. Ein trainiertes Herz pumpt pro Schlag mehr Blut durch den K\u00f6rper und schl\u00e4gt in Ruhe langsamer. Zudem werden Fett- und Kalkablagerungen in den Gef\u00e4\u00dfen verlangsamt, der Blutdruck sinkt und das Risiko f\u00fcr Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduziert sich bereits durch einen t\u00e4glichen zehnmin\u00fctigen Spaziergang um 20 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Q3. Kann Sport bei psychischen Problemen wie Depressionen helfen?<\/strong> Ja, k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t kann das Risiko, an einer Depression zu erkranken, um bis zu 20 Prozent senken. Bei leichter bis mittelgradiger Depression kann Ausdauertraining \u00fcber drei Tage die Woche \u00e4hnlich wirksam sein wie eine medikament\u00f6se oder psychotherapeutische Behandlung. Sport hilft zudem beim Stressabbau und verbessert die mentale Verfassung deutlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Q4. Was passiert mit dem K\u00f6rper bei dauerhaftem Bewegungsmangel?<\/strong> Bewegungsmangel erh\u00f6ht das Risiko f\u00fcr Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, verschiedene Krebsarten und psychische Erkrankungen erheblich. Der Bewegungsapparat leidet unter Arthrose und Knochenschwund, da Knorpel und Knochen nicht ausreichend beansprucht werden. Zudem verk\u00fcrzt sich die Lebenserwartung messbar, und das Risiko f\u00fcr chronische Erkrankungen steigt deutlich an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Q5. Wie l\u00e4sst sich mehr Bewegung einfach in den Alltag integrieren?<\/strong> Alltagsbewegungen wie Treppensteigen, Radfahren zur Arbeit oder zu Fu\u00df einkaufen summieren sich \u00fcber den Tag. Bereits 20 Minuten Radfahren zur Arbeit an f\u00fcnf Tagen decken zwei Drittel der empfohlenen Bewegung ab. Im B\u00fcro helfen kurze Bewegungspausen alle 30 bis 60 Minuten, Telefonate im Gehen oder Stretching am Schreibtisch, um mehr Aktivit\u00e4t einzubauen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt f\u00fcr Erwachsene etwa 2,5 Stunden Bewegung pro Woche. Doch nur 21% der Frauen und 25% der M\u00e4nner erreichen diese Vorgabe. Der Zusammenhang zwischen Sport und Gesundheit wird dabei h\u00e4ufig untersch\u00e4tzt, obwohl er wissenschaftlich gut belegt ist. 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